Mode zum Selbermachen

Kümmersbruck – Marina Graf aus Schmidmühlen bringt Mittelschülern Mode näher
Foto ajp zeigt Marina Graf, Schneiderin aus Schmidmühlen mit Schülern


KÜMMERSBRUCK / SCHMIDMÜHLEN. In keiner anderen Schulart steigen die Schulabgänger so früh in das Berufsleben ein wie in den Mittel- oder Hauptschulen. Gerade in der heutigen Zeit mit einem breiten Spektrum an Berufen ist eine Berufsorientierung wichtiger denn je, damit dieser Schritt glückt.

Seit vielen Jahren ist eine solide Berufsorientierung ein Markenzeichen der Mittelschule Kümmersbruck. Hierzu gehören nicht nur Kooperationen mit Kolping oder dem bfz Weiden / Amberg und vielen Firmen im Umkreis, bei denen die Schülerinnen und Schüler der 7., 8. und 9. Jahrgangsstufen ihre Praktika ableisten können, sondern auch viele externe Handwerker oder Fachleute kommen an die Schule, um in Praxismodulen den Schülern das jeweilige Handwerk näher zu bringen. So können die Schüler ihre Fertigkeiten, Fähigkeiten oder auch Interessen mit dem Beruf austesten und so eine mögliche Berufswahl ausschließen oder ins Auge fassen. Koordinator und Organisator für diese Vorhaben ist an der Mittelschule Kümmersbruck Förderlehrer Mario Gräß.

Etwas ins Abseits geraten sind in den letzten Jahren Berufe der Textilverarbeitung. Gerade dieses Berufsfeld ist äußerst facettenreich und umfasst die Berufe der Damen- oder Herrenschneider / in, Modedesigner und Modeschneider, spezialisierte Lederschneider oder Pelzverarbeiter, auch als Kürschner genannt. Diese beruflichen Perspektiven den Schülerinnen und Schülern nahe zu bringen, ist derzeit ein aktuelles Projekt der Mittelschule. Für dieses Modul konnte Marina Graf aus Schmidmühlen gewonnen werden, die selbst das Schneiderhandwerk in einer dreijährigen Ausbildung von der „Pike auf“ gelernt hat und seit acht Jahren als Selbstständige im Mode und Gardinen Design tätig ist. Neben der Einweisung in die Unfallgefahren und das Kennenlernen der Nähmaschine (Funktionen und Einstellungen, sowie einfädeln und aufspulen) konnten die Schülerinnen und Schüler gleich die Theorie und Praxis beim Berechnen des Stoffverbrauchs verknüpfen.

Die Praxiseinheit stand ganz unter dem Motto „Jeans“ und Jeansverwertung. Irgendwann hat jede Jeans einmal ausgedient und steht zur Entsorgung an. Aber: Man kann auch aus alten Jeans noch viel machen. So schneiderten die Schüler – übrigens nicht nur Mädchen, sondern auch einige Jungs - unter der fachkundigen Anleitung von Marina Graf ein Jeans – Tisch – Set. Hierzu wurde die Jeans zunächst in ihre Einzelteile zerlegt und schließlich die Teile verwertet. Schließlich wurden aus den Resten noch Stiftehalter und kleine Jeanstaschen gefertigt. Zum Abschluss gab es viele tolle Unikate. Die Praxismodule an der Mittelschule werden aus Mitteln des Bayerischen Staatshaushaltes finanziert. (ajp)

Hintergrund: Praxis an Mittelschulen
Auftraggeber und Geldgeber ist das Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Zu den Einsatzfeldern gehören unter anderem auch die Finanzierung von Modulen oder Projekten mit außerschulischen Experten an den Schulen
Voraussetzungen hierzu sind unter anderem auch der Bezug zur Arbeitswelt, das Projekt muss berufsrelevant sein und es entsteht ein vorzeigbares Produkt.
(ajp)

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